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18.04.2005
SPD in Ginnheim kippt um

Karl Semmelbauer trägt gerne einen roten Schal. Revoluzzer ist der Ginnheimer SPDler aber keiner. Brav führt er aus was Tervirarhemd-Träger Oesterling und andere Frankfurter „roten Strolche“ ihm einflüstern. Doch jetzt bläst er zum Aufstand. Ihm laufen nämlich in Ginnheim die Wähler weg und das nicht bloß wegen Hartz IV und anderer asozialer Streiche seiner Partei. Die Ginnheimer sind geschlossen gegen die millionenteure unsinnige U-Bahn vor ihrer Haustüre. Sie wollen ihre Tram, die Linie 16 behalten, die sie und alle Bockenheimer weitaus besser bedient. Semmelbauer rudert zurück und in der CDU kann’s auch noch krachen. Da gibt´s nämlich ebenfalls ein kleines Häuflein, das mit der U-Bahn so seine Nöte hat. Noch lassen sie sich am Gängelband führen, aber wenn Volkes Zorn in Ginnheim so weiter macht, werden die Parteisoldaten der CDU im Ortsbeirat vielleicht auch noch katholisch und blasen ihrem großen Auto- und U-Bahnfreund, dem Hauptvergraber der Frankfurter Verkehrsmillionen, Helmut Heuser noch den Marsch. Wir warten schon aufs erste Trompetensignal.

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