22.03.2005
Unterschriftensammlung "Pro 16"
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Liebe Bürger/-innen von Bockenheim und Ginnheim, liebe Anwohner/-innen!
Vielleicht wissen Sie schon Bescheid. Die Stadt Frankfurt plant die Verlängerung der U-Bahn-Linie U4 von der Station Bockenheimer Warte nach Ginnheim (D-Strecke). Diese soll unter der Franz-Rücker-Allee und der Ginnheimer Landstraße verlaufen. Der Bau könnte schon im Herbst 2006 beginnen. Wir sind gegen den Bau dieser U-Bahn, denn:
- Die derzeitige Planung sieht zwei Tunnelröhren vor, die nebeneinander unter der Franz-Rücker-Allee als auch in Ginnheim in sehr geringer Tiefe aufgebohrt werden (teilweise nur ca. 5 Meter). Das kann Schäden in den Häusern verursachen mit erheblichen Rissen in tragenden Wänden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Erschütterungen durch den U-Bahn-Verkehr die DIN-Grenzwerte überschreiten.
- In Höhe der Frauenfriedenskirche und in der Ginnheimer Landstraße werden die Stationen in offener Bauweise errichtet, was zu erheblichen Belastungen der Anwohner (Baulärm, Erschütterungen, Sperrungen) führen wird. Die Bauarbeiten schaden dem Einzelhandel in Ginnheim in erheblichem Umfang.
- Die Straßenbahnlinie 16 wird spätestens 2008 eingestellt. Dadurch besteht die Gefahr, dass Rennstrecken in der Schloß-, Adalbertstraße und in der Franz-Rücker-Allee entstehen. Im neuen Gesamtverkehrsplan der Stadt Frankfurt (2004) wird mit einer Verdopplung des Kfz-Verkehrs gerechnet!
- Die U-Bahn ist unnötig, die Planungen sind über 40 Jahre alt. Viele Rahmendaten haben sich inzwischen geändert (z.B. Wegzug der Universität). Versprochene Fahrzeitgewinne von wenigen Minuten werden durch längeren Fußwege (Wegfall mehrerer Haltestellen) aufgehoben. Die Haltestellenabstände betragen im geplanten Abschnitt über 1000 Meter! Sie kommen nicht schneller voran und müssen auch noch in den Tunnel steigen.
- Die Kosten der U-Bahn nach Ginnheim werden z. Zt. mit 173 Millionen Euro angegeben. Noch vor wenigen Jahren sprach man von 110 Millionen Euro. Schon der erste – kürzere – Abschnitt der U-Bahn zur Bockenheimer Warte hat mehr als das Doppelte gekostet. Es ist daher anzunehmen, dass die Kosten weiter steigen werden. Den Preis dafür bezahlen letztlich Sie.
- Im Jahre 1996 wurde von der Stadt Frankfurt die Verlängerung der Linie 16 zum Riedberg als Alternative untersucht und äußerst positiv bewertet. Die Baukosten wurden mit weniger als ein Drittel der U-Bahn angegeben. Inzwischen ist der Nutzen-Kosten-Faktor der Tram nach Magistrats-Angaben höher, als der der U-Bahn. Trotzdem soll die teure U-Bahn gebaut werden
- Trauen Sie nicht den Aussagen Ihrer Politiker. Noch im Sommer 2002, distanzierten sich die Politiker im Römer von dem Projekt. So gab Herr Heuser, verkehrspolitischer Sprecher der CDU, an: "Die D-Strecke ist nicht sakrosankt, nur weil sie beschlossen ist. Man kann darüber reden, Riedberg mit der Straßenbahn zu versorgen.“ (FAZ) Ähnlich äußerte sich die FDP. Jetzt plötzlich halten beide Parteien, als auch die wankelmütige SPD die U-Bahn wieder für dringend nötig.
Doch noch ist nichts verloren! Das Geld von Bund und Land ist noch nicht bewilligt! Wir haben daher eine Bürgerinitiative gegründet. Bitte unterstützen Sie uns!
Ich unterstütze die Ziele der Bürgerinitiative "Pro 16" zur Erhaltung der Linie 16: Name
Adresse
Telefon
E-Mail
Datum, Unterschrift
... und geben Sie sie ab bei: Falken-Apotheke, Ginnheimer Landstr. 125, oder Paizdzior Blumenfachgeschäft, Ginnheimer Landstr. 97 (Bockenheimer Friedhof), oder Reinigung Kingsguard in Bockenheim, Ecke Juliusstraße/Franz-Rücker-Allee
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