19.02.2009
Sperrung der Hauptwache halbherzig
Nach dem Prinzip einen Schritt vor, zwei zurück, ist die jetzt vorgenommene Sperrung der Hauptwache zu sehen. Zwar begrüßen wir, dass nunmehr zwei Fußgängerzonen verbunden sind, doch wird dies durch die Erhöhung der Parkplatzkapazität konterkariert. Die neue Tiefgarage unter „Frankfurt Hoch 4“ hat 1400 zusätzlich Parkplätze, die weiteren Autoverkehr in den Bereich ziehen. Dies erhöht also noch den Parkdruck in der Innenstadt und bringt der VGF zudem noch Einnahmeverluste. „Frankfurt22 hat ausgerechnet, dass diese zusätzlich parkenden Fahrzeuge zu jährlichen Mindereinnahmen von 5 Millionen Euro für die VGF und damit den öffentlichen Verkehr führen.“ So Markus Schmidt.
Die Hauptwachen-Maßnahme demonstriert die Unfähigkeit der Stadtregierung den MIV aus Frankfurt herauszuhalten, so Gietinger. Außerdem sind Fußgängerzonen nur wirklich belebt, wenn wieder mehr Wohnungen in diesem Bereich zur Verfügung gestellt werden und die Durchmischung aus Leben, Arbeiten und Einkaufen gefördert wird.
Um aber die Autos herauszuhalten, bedarf es des Abrisses von Tiefgaragen und nicht des Neubaus. Es muss eine City-Maut her, eine verschärfte Umweltzone mit Fahrverboten, die diesen Namen verdienen und wir brauchen eine flächendeckende Verkehrsberuhigung (höchstens 15 km/h) mit Durchsetzung des Gehwegparkverbotes und reinen Fahrradstraßen ohne den menschenfeindlichen MIV. Sonst drohen Feinstaub, Stickoxide und die anderen zahlreichen negativen Folgen des motorisierten Individualverkehrs immer mehr Menschen zu schädigen.
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