Home
News
F22 in der Presse
Geschichte
Links
Kontakt

 
10.02.2009
Den Speer umdrehen

Speer will die Abkehr von der autogerechten Stadt. Während er den Beweis dafür schuldig bleibt, baut er weiter autogerechte Städte in den Schwellenländern.

Im Bereich Verkehr hat die Studie wenig zu bieten. Der Ausbau des Nahverkehrs wird befürwortet, aber das tun alle Parteien seit 50 Jahren. Wenn es um Belege geht, wird die Regionaltangente West angeführt, ein von der Frankfurter CDU bekämpftes Projekt, bei dem sich seit 20 Jahren nichts tut und das zu allem Überfluss (Kurzfassung) auch noch fachgerecht mit einem Foto - der höchstdefizitären Eisenbahn-Boltzstrecke Frankfurt-Köln auf der die Higtech-Fernverkehrsfehlkonstruktion ICE 3 gerade Lärm emittiert – bebildert wird.
Schon bei der geplanten Tram-Ringlinie lässt Speer die Katze aus dem Sack. Sie dürfe den MIV nicht stören. So sieht also der Weg aus der autogerechten Stadt aus.

Einige positive Details hat Speer von uns ausgeliehen (Radexpresswege, mehr Tempo 30, Tram nach Offenbach und Neu-Isenburg), was wir begrüßen würden, hätte er sie nicht gleich wieder verwässert. Auf Radexpresswegen darf es keine Autos geben und Tempo 30 genügt nicht. Die ganze Innenstadt muss verkehrberuhigt und von Autos gesäubert werden. Wer neue Quartiersgaragen fordert, sollte das stehende Blech vom Gehsteig und von den Straßenrändern entfernen, nur so wird eine menschengerechte Stadt draus. Den Plan vom alt-neuen Verkehrsminister Posch zum Ausbau des Schienenverkehrs in der Region (RheinMainPlus, 2003) scheint Speer gar nicht zu kennen und Frau Roth auch nicht, obwohl sie ihn unterschrieben hat. Nichts ist verwirklicht.

Einzig in Angriff genommen wird der Menschenschädigende massive Ausbau des Airports zu dessen Unterstützung (plus Vorbereitung des nächsten Ausbaus) die teure „Studie“ geschrieben wurde.

Wir drehen den Speer um: Kein Flughafenausbau. Kein Riederwaldtunnel. Massive Einschränkung des MIV, Citymaut, Verkehrberuhigung, mit Tempo 15 in Wohnbereichen, Parkverbot auf den Straßen und Gehsteigen der ganzen Innenstadt, sowie massive Förderung von Fuß, Rad, Bus und oberirdischem Schienenverkehr. Nur wenn die Straßen allen gehören, gehört Frankfurt auch allen.

zurück

 


    © 2005 Initiative Frankfurt22