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10.01.2007
Autobahnfeinstaub stammt größtenteils vom Frankfurter Verkehr
Prominentes Opfer: Rottmann Totalausfall

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Während in Frankfurt mehr denn je die Grenzwerte für die erwiesenermaßen lebensgefährliche Feinstaubbelastung gerissen werden, wird gerne behauptet, die Stadt habe insbesondere auf die starke Hintergrundbelastung durch die Autobahnen keinen Einfluss. Im Luftreinhalteplan wurde festgestellt, dass 70 Prozent der Kfz-Verkehrsleistung im Stadtgebiet von Frankfurt am Main auf den Autobahnen erbracht werden. „Voreilig schlussfolgern manche daraus, dies sei größtenteils Durchgangsverkehr, gegen den die Stadt über keine rechtliche Handhabe verfüge“, erklärt Markus Schmidt von der Initiative Frankfurt22. Doch diese Annahme sei falsch. Schmidt konnte am Beispiel der meist befahrenen Autobahn durch die Stadt, der A 5, aufzeigen, dass „gut zwei Drittel“ des Autobahnverkehrs in Frankfurt kein Durchgangsverkehr seien.

In Niederrad auf der A 5 stehen 113.700 von 161.750 Kfz-Fahrten pro Tag in Bezug zu Frankfurt, das sind über 70 Prozent. Die A 3 hält Schmidt für vergleichbar mit der A 5.
Da die A 66 zu beiden Seiten in Frankfurt endet, sei dort ein noch höherer Anteil zu vermuten, ebenso bei der A 661, die den Verkehr von den Autobahnen 5 und 3 in Frankfurt verteile. „Wenn mehr als zwei Drittel des Autobahnverkehrs Frankfurt als Quelle oder Ziel hat, kann niemand behaupten, kommunale Verkehrspolitik sei dagegen machtlos“, meint daher Klaus Gietinger Sprecher von Frankfurt22. Mit dem Flughafenausbau werde der Kfz-Verkehr noch einmal stark anwachsen. Schon laut den Planfeststellungsunterlagen von 2004 , die das Regierungspräsidium inzwischen wegen vermuteter Untertreibung zur Neuberechnung an Fraport zurückgewiesen hat, wird sich der Flughafenbezogene Quell-Zielverkehr auf der A 5 verdoppeln.
Frankfurt22-Sprecher Klaus Gietinger hält auf Grund dieser Erkenntnisse die Stadt Frankfurt für die "Mutter aller Hintergrundbelastungen Südhessens" und kritisiert die Römerkoalition heftig: „Frau Rinn gibt fälschlicherweise dem Durchgangsverkehr auf den Autobahnen die Hauptschuld an der Feinstaubbelastung, ist aber für den Autobahnbau im Riederwald, und die Grünen sehen dem Irrsinn bewusst untätig zu„. Die Umweldezernentin Rottmann habe sich „nach einem halben Jahr völliger Untätigkeit im Amt, dem neuen Feinstaubrekord und dem für 2007 angekündigten Nichtstun" als "Frühstücksdirektorin der schwarz-grünen Koalition" erwiesen.

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