11.11.2006
Nicht nur die Zerstörung der Großmarkthalle durch postmoderne Architektur ist ein Skandal, sondern auch das dazugehörige „Verkehrskonzept“
Dem Frankfurter Osten droht nicht nur eine Verschandelung der Großmarkthalle, sondern auch mehr Dreck, Lärm, Stau und Gestank. Die Verkehrspolitik in diesem Teil Frankfurts ist eine absolute Katastrophe.
1. Anstatt den nahegelegenen Ostbahnhof, den verkehrlich wie städtebaulichen Schandfleck Frankfurts zu kaufen, zu renovieren und mit Bahn und RMV ein schlüssiges Regionalzug- und Stadtbahnkonzept – auch für die EZB - zu entwickeln, lässt man den Bahnhof wie den Vorplatz weiter verkommen.
2. Das Konzept der Nordmainischen S-Bahn ist keines, wird in Jahrzehnten nicht umgesetzt werden und fährt an den Siedlungsgebieten vorbei. Das innovative Stadtbahnkonzept von VCD, Pro Bahn und Bus wird dagegen nicht mal diskutiert.
3. Die Tramlinie 11 wird nicht zum Bahnhofsvorplatz (Danziger Platz) geführt, obwohl die Schienen noch liegen, sondern eine neue völlig ungeeignete Haltestelle mitten in der Hanauer Landstraße gebaut, die nur durch einen langen Fußgängertunnel plus Überqueren der Ferdinand-Happ-Straße und der Hanauer Landstraße erreichbar ist. Ein Unding.
4. Gleichzeitig führen die Pseudo-Entlastungsstraße Ferdinand–Happ-Straße und die völlig irrationale neue EZB-Autobrücke mehrspurig - plus der aufgeweiteten Hanauer Landstraße - den Verkehr auf den nicht erweiterbaren Knoten vor der EZB zu, der damit zum Staupunkt Nr 1 mutiert. Gleichzeitig wird Sachsenhausen mit dem Autoverkehr von der neuen EZB-Brücke überflutet.
5. Zu allem Überfluss noch den Ratswegkreisel für die Tramlinien 11 und 12 zu untertunneln, wo dieser schon von einem Fußgänger- und einem Eisenbahntunnel unterfahren wird – wie tief will Herr Sikorski hier graben? – belegt das völlige Versagen der jetzigen Stadtregierung im Frankfurter Osten.
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