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29.06.2006
Stadtverwaltung läßt zur D-Strecke falsche Zahlen verbreiten

Dass der Verzicht auf ein dreistelliges Millionenprojekt eine dreistellige Millionensumme kosten würde, wie die Stadtverwaltung verbreiten lässt, ist falsch.

1. Der Riedberg ist sehr wohl über die A-Strecke anzubinden. Es existieren schon jetzt zusätzliche Fahrplantrassen der U3 in der Hauptverkehrszeit (7,5-Minuten-Takt nach Oberursel), die ohne Aufrüstung der A-Strecke auf die geplante Strecke zum Riedberg (15-minuten-Takt) umgelenkt und über die ganze Betriebszeit ausgedehnt werden könnten. Eine Modernisierung der Signaltechnik brächte zusätzliche Taktverbesserungen. Auch Flügelungen in der Rushhour wären möglich.
2. Der Bau der Schienenverbindung zum Riedberg im Norden der Stadt kostet nach den Kalkulationen der VGF schon jetzt über 50 Millionen Euro (exakt 53,5 Mio.), ist also nach dem Gemeindverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) durch Bund und Land förderbar. Die Mittel sind vorhanden und bereitgestellt. Eine Nutzen-Kostenrechnung würde, wie von uns vorgelegt (siehe: www.frankfurt22.de downloads Nutzen-Kosten U-Bahn 2) sehr positiv ausfallen.
3. Die Tramlinie 16 ist – wie seit Jahren von uns vorgeschlagen - mit geringen Kosten über Ginnheim-Nordweststadt und Niederursel zur Wiesenau, zum Riedberg, ja bis Bad Homburg verlängerbar und auf diesem Abschnitt genauso schnell. Beschleunigungsmaßnahmen im Innenstadtbereich würden die Gesamtreisezeit nicht länger als mit der U-Bahn machen. Auch evt. Probleme mit unterschiedlichen Bahnsteighöhen sind mit geringem Mitteleinsatz lösbar. Leider wurde versäumt dies einmal gründlich zu untersuchen.
Wir bitten den designierten Verkehrsdezernenten Herrn Lutz Sikorski die Alternativen ernsthaft von unabhängigen Verkehrsplanern prüfen zu lassen.

Klaus Gietinger
Sprecher Frankfurt22

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