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08.06.2006
„Airrail-Center“ und Bahnstrecke hoch gefährdet

Freudig verkündete der „Flughafen-Chef“ (FR) Wilhelm Bender den schon seit sechs Jahren erwarteten Baubeginn des so genannten „Airrail-Centers“ (über dem ICE-Flughafenbahnhof) noch für dieses Jahr. Was er freilich nicht erwähnte, ist die Tatsache, dass dieses Gebäude weder in der Schweiz, noch den Niederlanden, noch in Großbritannien gebaut werden dürfte. Denn durch die geplante Nord-West-Bahn ist das „Luftschienenzentrum“ und seine bis zu 6000 Beschäftigten und Besucher hoch gefährdet. Es befindet sich in nur 110 Metern Entfernung von der Achse der geplanten Nord-West-Bahn. Also nur 70 Meter weg von der Flügelspitze eines A 380.

Ebenso gefährdet ist eine der am meisten befahrenen Bahnstrecken Europas, der Zulaufknoten Stadion (früher: Sportfeld). Nach den Plänen von DB, Land, Stadt und RMV (Frankfurt-Rhein-Main-Plus) sollen diesen Bahnhof im Jahr 2015
404 Nah- und Fernverkehrszüge und 376 S-Bahnen passieren.
Dies entspräche einer Frequenz von einem Zug alle 75 Sekunden.
Das sind mindestens 150 000 Fahrgäste täglich.
Schon jetzt besteht hier die Frequenz von einem Zug alle 90 Sekunden.

Ein Super-Gau wäre der Absturz eines A 380 auf das „Airrail-Center“. Verharmlosende Gutachten (z.B. das der Gesellschaft für Lufverkehrsforschung – GfL - im Auftrag der Fraport) haben das Absturzrisiko für „Airrail-Center“ und Bahnknoten nicht ernsthaft untersucht. Wird dieses 800 Millionen Euro teure Gebäude gebaut, darf die Nord-West-Bahn keinesfalls in Betrieb gehen.
Ein Absturzrisiko von 1 : 10 000 Jahre für „Airrail-Center“/ICE-Bahnhof und
1 : 1000 Jahre für die Bahnstrecke wäre dann gegeben. International wird schon ein Absturzrisiko von 1: 100 000 Jahren, als nicht akzeptabel angesehen.
Der Bau der Nord-West-Bahn ist international illegal.

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