15.02.2006
CDU-Politiker verleumdet Bürgerinitiative
Thomas Rätzke ist ein braver Parteisoldat. Zu allem was der verkehrspolitische Sprecher der CDU Helmut Alexander Heuser, Fraport-Angestellter, vorschlägt, sei es einen Autobahntunnel durch Bornheim oder seien es Parkhäuser unter dem Main, hebt er ohne zu zögern die Hand. Doch ab und an platzt ihm der Kragen. Nicht wegen seiner Chefs in der CDU, nein, dann wenn es andere verkehrspolitische Vorschläge gibt, die der Betonpolitik seiner Fraktion nicht entsprechen. Dann verleumdet er schon mal - zusammen mit H. A. Heuser - Gisela Becker von der FAG, sie hätte in ihrem Verkehrsprogramm - auch noch mit Hilfe eines Filzstiftes - abgeschrieben, wo gerade die CDU sich Teile dieses Programms angeeignet hatte. Und wenn sein verkehrspolitischer Chef H. A. Heuser nicht mal grade neue Bypässe (Umgehungsstraßen) fordert, sondern selbst einen gelegt bekommt, vertritt ihn sein treuer Gefolgsmann Rätzke schon mal und stürzt sich in wütende Bürgerversammlungen in Bockenheim, wo ihm die Menschen, die sonst seine Partei und Seinesgleichen zahlreich wählen, nämlich Rentner, klar machen dass sie seine U-Bahn nicht wollen. Und wenn gar eine Bürgerinitiative wie "Pro 16" seine Tunnelpläne unterminiert, sieht er die von denen er sonst gern gewählt wird aufgehetzt. Daher seien die Argumente der BI sinnentleert. Was er damit meint, kann er nicht näher ausführen. Dagegen weiß sein politischer Chef was Sache ist: „Hier werden nur Ängste geschürt und Rentnern wird weisgemacht, dass ihr Haus in die Baugrube kippen wird. Das ist natürlich nicht so“. Das wurde natürlich auch nie behauptet. Nur wenn der CDU die Rentner wegkippen, wird sie nervös. Weil dann könnten auch die Heusers im Römer in einen tiefen Abgrund stürzen. Mal sehen was der Betonfraktion im Römer noch alles einfällt.
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