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Die Initiative Frankfurt22 ...

... ist eine Gruppe aus Verkehrsexperten und Frankfurter Bürgern und Bürgerinnen, die sich für die Entwicklung des oberirdischen Schienenverkehrs als Alternative zum Kfz-Verkehr einsetzt. Wir waren zusammen mit Pro Bahn und Bus und dem VCD maßgeblich an der Entwicklung des Konzeptes „Kopfbahnhof mit Köpfchen“ beteiligt, das half die teure und unnötige Untertunnelung des Frankfurter Hauptbahnhofes zu vermeiden. Das erarbeitete Alternativkonzept diente Land, Stadt und RMV als detaillierte Anregung ihres schließlich auf die Schiene gebrachten Ausbauplans Frankfurt Rhein-Main Plus.

Geschichte

Schon seit Jahrzehnten gab es Pläne unter dem Frankfurter Hauptbahnhof, dem verkehrsreichsten und schönsten Bahnhof Europas, einen hässlichen Tunnel zu graben. Kopfbahnhöfe seien nicht mehr zeitgemäß, hieß es Mitte der Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Zu den Vertretern des Bolzstrecken- und Geradeausdenkens, das immer auch große Scheuklappen erfordert, gesellte sich Mitte der Neuziger Jahre der damalige Planungsdezernent der Stadt Frankfurt, Martin Wentz. Wenn Frankfurt keinen Tunnelbahnhof bekäme, verkomme es zur Bronx, erklärte er in weiser Voraussicht.

Eigentliche Ursache der Maulwurfspläne war aber die Spekulation mit den Flächen die der oberirdische Bahnhof belegte. Konnte man sie in die Hand kriegen und freiräumen, waren städtebaulicher Planungs- und Verschandelungswut Tür und Tor geöffnet. Die Bahn hoffte zudem darauf teuerste Filetstücke zu höchsten Preisen zu verkaufen. Am wenigsten ging es dabei darum die Verkehrssituation in Frankfurt zu verbessern. Im Gegenteil. Das sagte natürlich keiner der „Visionäre“, sondern man versprach deutliche Verbesserungen im Fern- wie im Regionalverkehr. Dass dies aber mit einem Kapazitätsreduzierten engen Tunnelbahnhof und den veralteten Zulaufstrecken gar nicht möglich war, wurde verschwiegen. Die Kosten und Gefahren des Projekts wurde dagegen extrem herunter gespielt der Fahrzeitgewinn von zwei Minuten (!) hoch gelobt. In dieser Situation gründete sich die Initiative Frankfurt22, betrieb munter Öffentlichkeitsarbeit, überzeugte die Verkehrsverbände Pro Bahn & Bus, sowie den VCD vom Unsinn des Vorhabens und erarbeitete zusammen mit Ihnen ein tragfähiges Alternativkonzept.

Schließlich führten „Finanznot“ und die Einsicht maßgeblicher Verkehrspolitiker in Stadt und Land dazu, dass das Vabanque-Projekt eingestellt und durch die Vision eines modernen oberirdischen Verkehrsknotens Frankfurt (Rhein-Main-Plus) mehr als ersetzt wurde.

Trotz dieses Erfolges legt Frankfurt22 seine Hände nicht in den Schoß. Wir kümmern uns weiter um den Ausbau des oberirdischen Schienenverkehrs, propagieren den Netzgedanken, decken die Milliardengräber des Frankfurter U-Bahn-Baus auf, legen Konzepte für den Tramausbau, wie zum Wohle des Fuß- und Radverkehrs vor und geißeln weiterhin die Betonkopfpolitik zahlreicher Frankfurter Provinzpolitiker.

 
Downloads
Rudolf Pfleiderer:
Verkehrsentwicklung
Diagramme
Opfer der Motorisierung
Alternativen zur U-Bahn
1,6 MB

Alternativen zur U-Bahn
Kurzfassung
Straßen für alle
Masterplan Verkehr
Frankfurt22, 3 MB
Vision Tramnetz 2015
F22 und der Straßenverkehr
Unter die Erde kommen wir noch früh genug
Kopfbahnhof mit Köpfchen

Langfassung 11MB
Nutzen-Kosten U-Bahn 2
Nutzen-Kosten U-Bahn 1
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